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Der in vieler Hinsicht merhwürdige Tacarigua in der Süd-americanischen Provinz Valencia liegt 1332 F. über derMeereslläche, ist gegenwärtig 2880Ü Toisen lang und ander schmälsten Stelle 6500 Toisen breit; seine mittlereTiefe beträgt 15, an den tiefsten Stellen 40 Lachter J ).
Bei weitem die meisten haben reines, mitunter sehrhelles Wasser, viele salziges, so dafs Kochsalz aus den-selben gewonnen werden bann, wie dieses bei mehreren inAfrica , z. B. unweit der Capstadt, wo das Salz in grofserMenge weggeführt wird l) 2 }, in America, z. ü. auf der Halb-insel Araya 3 ), in Europa namentlich in Siebenbürgen ,und in Asien, vorzüglich in Sibirien der Fall ist. HerGriäsnoje - Osero, östlich von Jaik z. B., welcher 20Werste im Umfänge hat, erzeugt am Bande und auf demBoden in trocknen Jahreszeiten eine Salzrinde von Fingers-dicke. Noch ergiebiger an Salz ist der Indershesche See,80 Werste im Umfange, welcher viele Fliifschcn von ge-sättigter Soole aufnimmt, so dafs in Folge der Verdunstungdas Salz bis zur Dicke einer halben Arschine vollkommenweifs darin niederfällt. Der Alton im Astrachanschen er-zeugt so viel Salz in Schichten , welche weggebrochenwerden, dafs im Sommer meistens 1000 Menschen dabeiarbeiten.
Ein See im Mansfeldschen, eine Meile lang und einehalbe breit, hat einen Salzgehalt genau wie die Ostsee ,ohngeachtet er mit einem stifses Wasser haltenden See inVerbindung steht. Noch merkwürdiger aber ist, dafs nachPallas manc.te Seen in Sibirien früher süfses Wasser hatten,und jezt salzig sind, z. B. der Tschubaret, welcher früherviele Süfswasser-Fische hatte, jezt aber salzig und bitterist. Auch der See Möris soll nach Andreossy ehemalssüfses W T asser gehabt haben, womit die Umgegenden be-wässert wurden, jezt aber ist er salziger als das Mittellän-dische Meer. Nach Strabo enthielten die gegenwärtigbitteren Seen des Isthmus von Suez süfses Wasser.
Andere haben Natron, z. B. in Ungarn 4 ), Aegypten 5 )u. a., ein See in Thibet liefert TinkalJ und Natron; viele
l) v. Humboldt Reisen. T. III. p. 120.
a) Lichtenstein Reisen. 1. p. 536.
3) v. Humboldt Reisen. I. p. 525.
O Rendant in Edinb. Phil. Journ. Nro. VII. p. 253.
5) Annal. de Chim. XXXIII. p. 320.