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Seen haben Wasser von der Art des Meeres, z. B. dasCaspische Meer und andere sibirische, jedoch ist der Salz-gehalt der eingeschlossenen Meere im Allgemeinen geringer,als des Oceans ’).
Unter die merhwürdigsten Seen gehört das todteMeer, welches gegen 12 Meilen lang und in der Mitte3 Meilen breit selbst in der Umgegend durch sclirechlicheOede ein Bild des Todes giebt- Den Eingang zu dem-selben macht ein Salzthal, worin sich ein mächtiges Salz-lager befindet, aus welchem an mehreren Stellen grofsaSalzfelsen hervorragen, weswegen die sogenannten Loth's-Säulen von den verschiedenen Reisenden an verschiedenenStellen angegeben werden. Dort holen die Araber Salz,Welches nebst Asphalt die einzige nutzbare Substanz jenerGegenden ist. Dasjenige Asphalt, welches im See ingrofser Menge schwimmt, ist lockerer, und kommt schwer-lich nach Europa , mehr das in der Nähe gegrabene.Aulserdem findet sich dort etwas Schwefel. Der See hatWeder Pflanzen noch Conchylien noch Fische, und blofseine kleine Gattung Krebse lebt darin. An seinem Südendeist er so seicht, dafs er durchwatet werden könnte, wo-durch der Weg nach Palästina beträchtlich abgekürztWürde, aber das Wasser wird auf dieser langen Streckev on 5 Stunden für die Füfse unangenehm. Die Börnerbefuhren ihn in leichten Schiften von Rohr, um dasBitumen zu holen, gegenwärtig ist er ganz leer. SeinWasser ist klar und geruchlos, aber das salzigste in derWelt, und hat daher das gröfste specilische Gewicht, wes-wegen man nicht darin untertauchen kann. An der Ostseitelegt sich das Salz in Fufs-dicken Schollen an, und alleGegenstände werden damit inkrustirt; selbst seine Aus-dünstung und das durch Winde fortgerissene Wasser über-zieht die benachbarten Gegenstände und Kleider der Rei-fenden mit Salz. Zur Zeit der Hitze ist die AusdünstungUngesund, und nach Seetzen stets wie .Seewasserliechend. Nicht selten steigen Rauchsäulen aus demselbenauf, namentlich lagen zur Zeit des großen Erdbebens iuSyrien anhaltend dicke Rauchwolken auf der ganzen Ge-gend, welche nur selten von Reisenden besucht wird,schon wegen der dortigen höchst wilden und räuberischenStämme. Das Wasser ist warm, verinulhlich durch di<
■ ) Marcct in Gilbert’« Annalen. LXI1I. p 137.