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jenigen Meridianen, unter welchen die Fluth ihr Maximumerreicht hat, mufs also zunehmen. Hierzu kommt, dafsdas Meer in der heifsen Zone unglaublich stark verdunstet,der erzeugte Wasserdampf durch Luftströmungen nach denHolen hin abiliefst, und in nördlichem Gegenden als lly-drometeore wieder herabkommt, wodurch also die Massedes Meerwassers dort unausgesetzt vermindert, hier dage-gen vermehrt wird. Aus beiden genannten Ursachen mufsnothwendig ein stetes Strömen des Wassers von den Polar-gegenden nach dem Aequator staufinden. Hätte die Erdekeine Umdrehung um ihre Axe, so würdo die Bahn dieserStrömungen mit den Meridianen Zusammenfällen; nehmen■wir aber an, dafs ein unter dem Pole befindliches, an derDotation der Erde nicht Theil nehmendes, Wassertheilchenin einer unmefsbar kleinen Zeit oder plötzlich unter denAequator gelangte, 60 würden sich die äufsersten Punkteder Erdoberfläche mit ihrer Rotalionsgeschwindigkeit unterihm hinbewegen und es daher selbt, da uns die Oberflächeder Erde zu ruhen scheint, sich mit einer Geschwindigkeitvon olmgcfähr 1400 Eufs in einer Secunde von Osten nachWesten bewegen. Es mufs daher jedes Wassertheilchen,■Welches von den Polargegenden dem Aequator zuströmt,eine so viel schnellere Bewegung von Osten nach Westenerhallen, je mehr und je schneller es sich dem Aequatornähert, durch seine Adhäsion an die übrigen Wasser-theilchen aber, welche an dem Umschwünge der Erde umihre Axe bereits Theil nehmen, so viel mehr verzögert wer-den, je länger es mit ihnen in Berührung bleibt, oder jelängere Zeit es gebraucht, um aus höheren in niedereBreiten zu gelangen. Beide vereinte Ursachen also, näm-lich die stets von Osten nach Westen umlaufende T'lulh unddie Str ümungen von Norden und Süden nach dem Aequatorhin, crtheilcn dem Wasser unter der Linie die angegebenewestliche Strömung. Leztere, welche in der Südsee, indem Meere zwischen Asien und Africa und iin AtlantischenOcean in ihrer ganzen Stärke wahrgenommen ward, zu-gleich aber durch die Gröfse und Richtung der Meeres-küsten bedingt seyn mufs, ist von wichtigen Folgen für die'Temperatur und klimatische Beschaffenheit der verschie-denen nicht blol’s Inseln, sondern noch mehr der aus-gedehnten Continente, und erzeugt oder bedingt zugleichdie grölsten Meeresströme.
Aleeresströme nämlich giebt cs eine unglaubliche MengeVon der verschiedensten Gröfse, Geschwindigkeit und