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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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XIX
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sich einer Kenntniß ganz und auf einmal hingibt, undnur eine Sache umfaßt, und diese mit ganzer Seele.—Ein Knabe von Talent, der mit vierzehn Jahren undohne alle Vorkenntnisse in die Mathematik eingeführtwird, lernt alles das, was in diesen drei Theilen steht,in Zeit von sechs Monaten. Er vergißt es auch vielleichtwieder in den nächsten sechs oder zwölf Monaten, alleinder Eindruck, den es auf seine Seele gemacht, ist ein-mal klar und lebendig gewesen, und Las Zutrauen zuseinen Kräften, das durch das schnelle Lernen entsteht,begleitet ihn sein ganzes Leben. — Ein anderer Knabewird vielleicht von seinen Lehrern sechs Jahre in der Ma-thematik geübt, — und hat dann von allem dem nichts.Auch in Iverdün hat man die Bemerkung gemacht, daßdie Knaben, welche mit vierzehn Jahren ganz roh hin-kommen, schnellere Fortschritte in der Mathematik ma-chen als die, welche mit dem zehnten Jahre anfangen,und daß sie diese dann bald hinter sich zurück lassen.

Daß mit dem Studio der Mathematik zur rechtenZeit angefangen werde, ist die erste Bedingung, — daßes auf die rechte Weise geschehe, ist die zweite.

Bei der Geometrie gibt es nur zwei Wege, und nurzwei Zwecke. Der erste ist die Geometrie ihrer Brauch-barkeit wegen zu studiren. Diesen Weg hat das Men-schengeschlecht bei seinem Studio eingeschlagen, und eshat manchen Satz früher angewendet, ehe es ihn bewei-

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