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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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von Anfang an bekannt, nur sind die, welche wir unbe-kannt nennen, in einer so verwickelten Form da, daßwir sie nicht gleich erkennen. Das Ausrechnen bestehteigentlich nur darin: sie in eine so einfache Form zu brin-gen , daß jeder ihren Werth ohne Schwierigkeit einsieht.— Es schlägt 3 Uhr. Ein Fremder fragt den Kellner:Wie früh wird zu Nacht gespeist? Dieser antwortet:Wenn der Minutenzeiger wieder über dem Stundenzeigersteht. Ist der Fremde ein guter Kopfrechner, so ist daseben so deutlich für ihn, als wenn der Kellner gesagthätte: um 8 Uhr 43 Minuten 38 Sekunden. — Jenesist nur verwickelter — dieses ist einfacher, aber beidesist gleich bestimmt und gleich klar.

§. 4 .

Eine Aufgabe, die in Worten ausgedrückt, eine ganzeSeite einnimmt, nimmt, wenn man sie in der Spracheder mathematischen Zeichen schreibt, nur ein paar Zeilenein, und übersieht sich dann ungleich leichter. Das erstewas daher der Rechner zu thun hat, ist, sie aus den Wor-ten in diese bequeme Zeichensprache zu übersetzen. Istdieses geschehen, so sieht er zu, welche Veränderung ermit diesen Zeichen vornehmen muß, um die Aufgabe aufeinen einfachern Ausdruck zu bringen. Kommt z. B.

folgender Ausdruck vor: » -s- ^ so erhält er, indem er

4 ,

den Bruch einrichtet und mit dem Nenner dividirt, 1,96,ein Ausdruck, der mit dem vorigen gleichbedeutend ist,der sich aber ungleich leichter übersieht, weil er ein-facher ist.

Diese Veränderungen, wodurch man eine Größe auf