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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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es überhaupt einerlei ist, welche Zeichen man gebraucht,so scheint diese Bezeichnung nicht ganz paffend zu seyn. —Reuton schrieb eine ^rirllmetics universalis; — undeins der berühmtesten neuern algebraischen Lehrbücher hatebenfalls den Namen: Allgemeine Rechenkunst *). IhreAllgemeinheit besteht darin, daß man mit ihr alle Aufga-ben lösen kann, die in Zahlen gegeben werden, wenn sienicht die Kräfte des menschlichen Verstandes und den Um-fang unserer jetzigen mathematischen Kenntnisse überstei-gen. Zu ihr gehören alle Rechnungsarten, auch die vierSpecies und die Regel von Dreien. Doch pflegt mandiese nicht mit in der allgemeinen Rechenkunst vorzutra-gen, weil man sie als bekannt voraussetzt, da sie in be-sondern Lehrbüchern vorgetragen werden, und jeder, derzur Algebra kommt, die Rechnungen des täglichen Lebensschon kennt. — Man würde sich irren, wenn man glau-ben wollte, daß ihre Allgemeinheit darin bestünde, daßsie Eine Regel gebe, welche alle Aufgaben löste. — Sielöst alle Aufgaben, obschon jede nach besondern Regeln,welche durch die Natur der Aufgabe bestimmt werden.

Der Grund ihrer Allgemeinheit liegt darin, daß siealle Arten von Größen betrachtet, sowohl negative alspositive, sowohl irrationale als rationale. — Ja selbstdie unmöglichen Größen schließt sie nicht bei ihren Unter-suchungen aus, und obschon diese nicht wirklich dargestelltkönnen werden, so gebraucht sie sie doch bei den Rechnun-gen , weil das Produkt von zweien unmöglichen Größen,in vielen Fällen wieder eine mögliche Größe wird.

Die Beschränktheit der Rechenkunst des täglichen Le-bens rührt vorzüglich daher, daß man in ihr keine nega-tiven

LIcrnens ä'sritkmetigue universelle.