lösen könne. Sein Schüler Florido, dem er diese Ent-deckung mittheilte, gebrauchte diese Regel, andere Alge-braisten mit solchen kubischen Aufgaben zu necken. Unterandern machte er mit dem damals sehr berühmten Pro-fessor der Mathematik zu Venedig, Tartalea, die Wette:Welcher von beiden dem andern 3 o Aufgaben vorlegenkönne, die dieser nicht im Stande sey aufzulösen. Tar-talca hatte aber damals schon für mehrere Fälle dieAuflösung der kubischen Gleichungen gefunden, und suchteauch nun den Fall den Florida kannte. Florida sahbald, daß er sich in einen ungleichen Streit eingelassenhatte. Der Schüler war nicht im Stande, die Aufga-ben des Meisters zu lösen, indeß Tartalea alle Aufga-ben des Florida bald aufgelöst hatte.
' Tartalea theilte dem gelehrten Mailänder Cardanus,auf sein inständiges Bitten und unter dem Versprechen ^es geheim zu halten, seine Methode, die kubischen Glei-chungen zu lösen, mit. Indeß dieser machte sie issssSdoch in einem Werke bekannt, welches er über die Alge-bra herausgab, worüber er mit Tartalea in Streit ge-rieth. Dieser Streit dauerte bis zum Tode Tartalea's,der >557 erfolgte. Cardan entschuldigte sich damit: daßer die Beweise zu diesen Sätzen aufgesucht, und die Ent-deckung Tartalea's erweitert habe/ Nach ihm ist dieRegel: die Regel des Cardans genannt worden, obschon iTartalea eigentlich der Erfinder ist. !
Ludovico Ferrari aus Bologna, ein Schüler des ^Cardans, fand eine Methode, die biquadratische Glei- !chungen aufzulösen. Bombelli hat sie in seiner 1279 er-schienenen Algebra angeführt, und nach ihm hat sie denNamen der Regel des Bombelli erhalten. Eulcr hat .
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