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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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251
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Wir bemerkten schon oben, daß die alten Mathema-tiker sich bei der Berechnung der Dreiecke blos der Seh-nen bedienten, und daß die älteste Sehnentafel sich beimPtvlvmäus findet. Sie geht von halben zu halben Gra-den, und ist bis auf etwa 5 Decimalstellen genau. IhreBerechnung muß bei der damaligen Unbekanntschaft mitdem Decimalsystem im Schreiben der Zahlen, unsäglichmühsam gewesen seyn.

Die arabischen Astronomen führten statt der Sehnenden Gebrauch der Sinus ein, oder der halben Sehnendes doppelten Winkels. Die übrigen trigonometrischenLinien waren ihnen noch unbekannt.

Der deutsche Astronom Johann Müller, genanntRegiomontan, führte im i 5 ten Jahrhundert zuerstden Gebrauch der Tangenten ein. Er berechnete sie inseiner Trigonometrie auf 6 Decimalstellen.

Rhetikus vollendete Regiomontans Arbeit, undgab im Jahr 1^96 seine Trigonometrie heraus, in derer Sinus, Tangente und Sekante für alle^Winkcl von 10zu 10 Sekunden bis auf zehn Decimalsteüen berechnethatte. Dieses Werk ist bekannt unter dem Namen:Opus Dalarinum.

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