2§2
Die Berechnung der Dreiecke führt immer «uf Re-gula de Tri - Sätze, und diese auf große Multiplika-lions- und Divisions-Exempel, die sie zwar nicht schwer,aber doch sehr weitläuftig machen. Nepper erfandDeswegen hie Logarithmen, welche diese beiden Rech-nungsarten in. Addiren und Abziehen verwandeln. Erschrieb darauf in seinen Tafeln neben jede trigonome-trische Linie ihren Logarithmen. Jene nannte man nundie natürlichen Linien, und diese die künstlichen.Da man die erstem wenig gebrauchte, so ließ man sieendlich aus den Tafeln weg, um Raum zu ersparen. Manfindet daher gewöhnlich in den trigonometrischen Tafelnblos die Logarithmen der trigonometrischen Linien. Dochhat man auch noch welche, in denen sich die natürlichenLinien in einem besondern Anhange finden, wie z. B.inDen Schulzeschen.
Nepper gebrauchte in seinen Tafeln natürliche Lo-garithmen. Als aber Briggs gefunden, daß die Loga-rithmen der Zahl 10 viel kürzere und bequemere Tafel»geben würden, so berechnete dieser für die trigonometri-schen Linien solche Logarithmen, die zur Grundzahl mgehören. Er starb indeß ehe sie vollendet waren. Nachseinem Tode gab sie sein Zreund Gell! brand heraus.Sie erschienen im Jahr i 633 in Gouda in Holland.
In demselben Jahre gab der gelehrte holländischeBuchhändler Adrian Vlacq seine große trigonometri-sche Tafeln heraus, in denen man die Logarithmen derSinus und Tangenten für jede 10 Sek. berechnet findet. !
Damit die Logarithmen keine negative Zeichen erhiel-ten , so wurde zu allen die Zahl 10 addirt. Denn da derRadius ist, und der Logarithme von r-o, so er-hielten
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