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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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359
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Die Ausdehnung des Eisens ist nach Ramsden fürjeden Grad Reaumur seiner ganzen Länge.

Die 8 eiserne Toiscn waren also bei 10° Warme um0,288 p. Linie länger gewesen, als sie es jetzt bei 7 Gradwaren. Die 4 Ruthen hingegen hatten bei 10 Grad die-selbe Länge gehabt, weil geradfaserigtes Tannenholz sichdurch die Wärme fast gar nicht ausdehnt.

Bei Wärme waren also

^ Ruthen um o, 3 oo p. Lin. undD . . o,55o p. Lin. zu groß.

Den folgenden Tag wurde die Vergleichung bei einerWärme von 10° wiederholt. Es fanden sich nun

Ruthen um 0,292 p. Lin. lindD . . . 0,4,9 p. Lin. zu groß.

Das Mittel aus beiden Messungen gab, daß

^ Ruthen um 0,29b p. Lin. und, l; . . . o,5oo p. Lin. größer

als 48 Fuß waren, welche Größe ins Tagebuch bemerktwurde, um bei der Berechnung der Standlinie hieraufRücksicht nehmen zu können.

Ruf diese Weise waren die Maßstäbe verfertigt, mitdenen man eine Standlinie von mehreren Stunden aufdas genaueste messen konnte. Solche tannene Maßstäbesind äußerst bequem, weil sie sehr leicht sind und sichin der Sonne nicht werfen, da die Oelfarbe das Ein-dringen der Feuchtigkeit verhindert. Auch braucht manbei ihnen nicht auf die Ausdehnung von Wärme undKälte Rücksicht zu nehmen.

§. Z.