§. z.
Winkel-Instrumente.
Im vorigen Theile lehrten wir die Winkel auf demMeßtische zu zeichnen, und ihre Größe dann mit demTransporteur auszumesscn.
Genauer als dieses mit dem gewöhnlichen Transpor-teur geschehen kann, geschieht dieses mit dem geradlinig-tcn Transporteur oder dem tausendtheiligen Maßstabe.
Man beschreibt ncmlich aus dem Mittelpunkt desWinkels einen Kreis, und mißt nicht den Bogen desWinkels sondern seine Sehne. Diese Sehne trägt manauf den geradlinigten Transporteur und sieht wie vielGrade und Minuten der Winkel hat.
Die alteren Geomcter bedienten sich sehr häufig beimWinkelmessen zweier Diopter-Linealen mit denen sienach den Gegenständen hinvisirtcn, und dann aus derGröße der Sehne die Größe des Winkels bestimmten.Ein solches Instrument ist in Fig. i. Taf. VI. abgebil-det. Es ist dasselbe welches Meyer in seinem mathema-tischen Atlas abgebildet hat, der 1746 erschien. Aufeins der Lineale war der geradlinigte Transporteur ge-stochen, auf dem die Sehne gemessen wurde, welche manmit dem Handzirkel zwischen den beiden Punkten abge-griffen hatte.
Als man anfing auf den Winkel-Instrumenten Fern-röhre anzubringen, in denen ein feines Fadenkreuz war,um desto scharfer nach den Gegenständen zielen zu kön-nen , so brachte man sie auch auf den Sehnen - Instru-menten an, und Fig. 2 und 3 . von Taf. VI. stellt einsolches vor, welches Meyer im Jahr 1762 bekannt
machte,