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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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den senkrechten Stand der Spiegel zu finden, auf folgen-de Weise: Man schraubt das Fernrohr vom Sextanten ,so, daß man die Alhidade ganz zurückdrehen kann. Dann ^stellt man das Diopter mit dem Haar dicht an den gro-ßen Spiegel, und das mit dem Löchlein auf den Rand !bei Sieht man nun durch das Löchlein in den ^großen Spiegel, so muß das Haar im andern, unddas !Löchlein im Spicgelbilde genau in einer geraden Linie !liegen. — Ist dieses, so setzt man das eine Diopter !weiter bei 60° und bet 120°, und dreht den Spiegel um. !Sind auch hier die beiden Punkte und die beiden Haare ^in gerader Linie, so steht der Spiegel überall senkrecht, jStehler nicht senkrecht, so muß man ihn losschrauben,und die drei Körner ein wenig abgleichen, zwischen denen ;er liegt. Allein man hat dieses fast nie nöthig, sobald jder Sextant von einem Künstler gemacht worden, derfeine Instrumente eher untersucht, ehe er sie abliefert.Bei der Untersuchung von meinem Sextanten fand ich !nirgend eine halbe Haardicke Unterschied. Da das Haar ^bei diesem Radius 4 Minuten dick war, so würde diesesbeim reflektirten Bilde nur 1 Minute betragen haben.Eine solche Neigung des großen Spiegels hat keinenmerklichen Einfluß auf den gemessenen Winkel, da eineNeigung von 10 Minuten nur eine von 2 Sekunden aufeinen Winkel von aso Grad hat, wo fie am größten ist.

Verschiedene Schriftsteller lehren wie man diesen Ein-fluß berechnen und in eine Tafel bringen könne. Indeßwird kein praktischer Geometer für einen Fehler Rech-nung tragen, den er so leicht verbessern kann, — oderdoch wenigstens in so enge Grenzen einschließen, daß erauf sie keine Rücksicht zu nehmen braucht.

3 ) Senk»