5 Minuten drehte, so wäre dieser gehoben. An den äl-tern Sextanten findet man auch eine Stellschraube, umden kleinen Spiegel zu drehen. Allein Ramsden hatdiese an den neuern Sextanten verworfen, weil hiedurchder kleine Spiegel wandelbar wurde, und man auf dieseWeise den Collimationsfehler doch nie bis auf 10 Sek.cvrrigircn kann. Man muß daher doch bei jeder Mes-sung seine Größe bestimmen, und ihn in Rechnung brin-gen , und dann gilt es gleich, ob man einen Collimations-fehler von 5 Minuten oder von 5 Sekunden anzubringenhat. Der Werth eines Sextanten beruht größtentheilsdarauf, daß er fest gebaut ist, und daß sein Collimations-fchler sich selten ändert. Ein 5 zölliger Sextant vonTroughton, den wir beider Landesvermessung hatten,hielt feinen Collimationsfehlcr von 2 ^ 5" einmal fest einVierteljahr ohne ihn zu ändern, obfchon er in dieser Zeittäglich mit aufs Feld und in die Thürme ging, und im-mer ein - und ausgepackt wurde.
Wenn. man das Fernrohr des Sextanten auf eineentfernte Thurmfpitze richtet, und mit dem großen Spie-gel zugleich das refiektirte Bild nimmt, und genau aufdas direkte bringt, so find die Spiegel parallel, und derZeiger muß auf 0 ° stehen. Dieses thut er indeß nie.Man liest dann ab, wie viele Minuten und Sekundenhieran fehlen, und dieses ist der Fehler des Index.Liegt er rechts vom Nullpunkte, so wird er addirt, liegter links, so wird er vom gemessenen Winkel abgezogen.Von der sorgfältigen Bestimmung dieses Fehlers hängtdie Genauigkeit der Beobachtung ab, und man muß aufihn dieselbe Sorgfalt verwenden., als auf die Messungselber. Die gewöhnlichste Art, ihn zu bestimmen, ist die
eben