878 >— n '
eben angeführte mit einer entfernten Thurmspitze. In-deß ist diese Methode nicht die sicherste, denn wenn aufder Stelle des Randes gerade ein Fehler in der Einthej-lung von 10 Sekunden ist, so findet man ihn jedesmalum 10 Sekunden zu groß oder zu klein, man mag ihnnoch so oft messen. Folgende Methode zu bestimmen istbesser. Man mißt kleine Winkel, die nur ein PaarGrade haben, disseits und jenseits dem Nullpunkte derEintheilung. Man kann dieses, da die Sextanten ge-wöhnlich 5 Grad rückwärts getheilt sind. Ist der Colli-mativnsfehler Null, so findet man den Winkel beimRückwärtsmeffen so groß als beim Vorwartsmessen. Ister aber nicht Null, so nimmt man den halben Unterschiedzwischen beiden Winkeln , und dieses ist der Collimations-fchler. Hiebei hat man den Vortheil, daß man ihn mitverschiedenen Winkeln bestimmen kann, wo sich denn dieetwaige kleinen Fehler in der Eintheilung entweder ge-gen einander aufheben, oder doch vermindern. Als wirbeim Messen in der Rheinebene in der Nähe von Cöllnwaren, so gebrauchte ich zur Bestimmung des Collima-tionsfehlers immer ein Paar nahe beisammen stehendeThurmspitzcn. — Nachher, als wir uns mit der Mes-sung von Cölln entfernten, so ließ ich auf eine Entfer-nung von 1000 Fuß ein Paar Pikete nahe zusammen stel-len, und maß den Winkel zwischen ihnen durch Rück-wärts- und Vorwärtsmessen.
Bei der Bestimmung des Collimationsfehlcrs mußman sehr vorsichtig seyn, — man muß ihn vor und nachjeder Messung untersuchen, weil jede Ungewißheit in ihmsich ganz auf alle gemessene Winkel überträgt.
6 ) Feh-