6) Fehler des Verniers.
Der Bogen des Verniers muß genau feine gehörigeGröße haben. Man untersucht dieses auf folgende Weife:Man stellt ihn auf o", und sieht zu, ob er sich bei ro"schneidet. Thut er es nicht, so liest man ab, und be-merkt, wie viel Sekunden fehlen. Dann stellt man ihnauf 50, und sieht, ober bei i 5 ° schneidet, und bemerktcbenfals feinen Fehler. Auf diese Weife geht man denganzen Rand durch, und addirt am Ende alle Fehler zu-sammen. Heben die sich mit -j- und — gegeneinander auf,so ist das ein Zeichen, daß der Vernier seine gehörigeGröße hat, und daß die Abweichungen von Ungleichhei-ten in der Eintheilung herrühren. Man hat auf dieseWeise auch schon eine beiläufige Uebersicht über dieGüte der Eintheilung erhalten, welche einem bei derfolgenden Untersuchung derselben von Nutzen ist. Hebensich aber -j- und — nicht gegeneinander, so hat der Vcr-nier nicht seine gehörige Größe, und man muß hiernachbeim Messen rücksicht nehmen. Gesetzt, der Vernierwäre um 60 Sekunden zu klein, so wäre er bei der er-sten Minute um 6, bei der zweiten um 12 u. s. w. zuklein, und man müßte bei einem Winkel von 3o° 22/noch 12" addiren, und bei einem Winkel von 18° 56 ^noch 36 ". Bei den Sextanten, welche ich untersuchthabe, hatte der Bogen des Verniers so genau seineGröße, daß man hierauf keine Rücksicht zu nehmenbrauchte.
7) Fehler der Eintheilung.
Man hat eine lange Zeit die Eintheilung der Sextan-ten für fehlerfrei gehalten, und alle Geometcr und Astro-nomen,