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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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3) Ehe man mit dem Beobachten anfängt« sieht manzu, ob die Thurmspitzen auf die man mißt, einseitig vonher Sonne beleuchtet sind. Die Seite, die im Schattenist, sieht man nicht, und man mißt immer auf die schein?hure Achse des Thurms, welche von der wahren verschie-den ist, Man wartet dann, bis die Sonne mehr herumkommt, denn man mißt den Winkel deß Morgens unddes Abends,

Auch bemerkt man, ob man die Thurmspitzen mitWer hinlänglichen Deutlichkeit sehen kann. Die Bildersind zwar immer schwach wegen des Verlustes von Licht,der bei dem doppelten Zurücktreffen der Strahlen stattfindet, allein hieran gewöhnt man sich bald, und ein ge-übter Beobachter kann immer noch Winkel zwischen zweiGegenständen messen, die ein anderer nicht einmal sehenkann, Sind aber die Bilder gar zu undeutlich, dannliiuß man das Winkelnehmen aussetzen, weil man hochnur unvollkommene Arbeit macht, Das, was mannicht sehen kann, kann N>an auch nicht mes-sen, Die größte llndeutlichkeit rührt gewöhnlich vondicker Lust her, Im Sommer ist bei großer Hitze gegenMittag eine Art von Heerrauch. Die Lust hat dann desMorgens bei Sonnenaufgang, oder des Abends beiSonnenuntergang die größte Durchsichtigkeit, und mankann, wenn di? Sonne schon untergegangen ist, immernoch am Winkelnehmen bleiben, bis die Dunkelheit dasAblesen unmöglich macht,

Zugleich bemerkt der Beobachter in fein Tagebuch:-Obhie Thurmspitzen, auf die er mißt, gegen den Himmelzu sehen sind, oder aber gegen dahinter liegende Berge

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