Buch 
Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
Entstehung
Seite
390
JPEG-Download
 

Zgo - -

Der Sextant ist ursprünglich ein Schiffer-Instrument,und auf den schwankenden Schiffen kann man natürlichkein Stätif gebrauchen. Hier müssen alle Beobachtungenaus freier Hand und im Fluge gemacht Werden. Hiiigv'gen auf dem festen Lande die Winkel zwischen ünbeweg-!lichen Gegenständen äus freier Hand zu messen - wnrdt!Unkunde des Geschäfts verrathe«:

§. 8 .

Gentriren der Winkel.

Wenn also der Beobachter seine Stationspunktc inder Thurmspitze zurecht gemacht hat, sein Instrument ^aufgestellt, und die Winkel gemessen, so muß er diese ^noch ccntriren. Das heißt: er muß berechnen - wie groß >der Winkel würde gewesen seyn, wenn er ihn aus demMittelpunkte des Thurms gemessen hätte. In den we-nigsten Fallen kann sich der Beobachter in den Mittel-punkt der Stätion stellen- — allein er thut doch immerwohl - sich so nahe wie möglich hei den Mittelpunkt zsstellen- weil das Ccntriren darin um so genauer wird-Er erreicht dieses schon dadurch - daß er bis in die ober-ste Thurmspitze steigt- da er hier am nächsten beim Ce>i-trö ist: — Auf den Thürmen init Gallerieir ist dasÄkcsscn zwar sehr bequem, allein das Ccntriren ist schwie-rig: Ich hatte einmal auf der Siegberger Abtei desFäll- daß ich ein Paar Tags Mit dem Ccntriren verleb,und doch am Ende die Winket ausreichen mußte. DerThurm hat eine Gallerie mit einem steinernen Geländer:Der Sextant wurde 'auf dieses gestellt- Und alle Winkelim HoriMte gemessen: Das Centriren wär sehr beschwer-