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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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412
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Lineale, die jetzt z. B- 65" ,var. Hievon die erste ,5°abgezogen, (wenn nämlich das untere Lineal außerhalbdem Winkel gestanden,) gab die Größe des Winkelszu 5 »o.

Der Winkel war nun einmal gemessen. Er kößtedann die Preßschraube I* und drehte das Instrumentzurück, bis das Fernrohr wieder auf A stand. Dannwurde das Instrument wieder festgestellt, lind nun drehtecr das Fernrohr allein auf U. Der Winkel war nunzweimal gemessen, und auf der Gradenskaale fand er seineGröße zu aibA Hievon die erste abgezogen, gabden doppelten Winkel zu >oo Grad.

Auf diese Weise konnte cr nun fortfahren den Winkel3, , 5.... mal zu messen; und cr fand ihn immer umso genauer, je öfter er gemessen wurde, und die Fehlerdes Instruments wurden immer um so kleiner.

Meyer nannte dieses: ArUKcinin ^InIli^Iiearionis,oder die Kunst, die Winkel mit Wiederholungen zumessen. Dieser große Mcßkünstlcr beschäftigte sich damalsmit der Verfertigung neuer Mondtafeln, welche nachhervon der Commission für die Mccreslänge in London denPreis erhielten. Die Aufgabe Hiebei ist die: den Abstanddes Mondes von einem Stern sehr genau zu messen,und dann in den Tafeln nachzusehen, um wie viel Uhrder Mond in London denselben Abstand habe. Wennz. B. der Schiffer den Abstand des Mondes am Siriusmißt, und findet, daß der des Abends um loUhrbbGrad ist; und er sieht in den Tafeln nach, daß dieserAbstand in London, um 9 Uhr, auch 3b Grad ist; s»weiß er dann, daß wenn seine Uhr ib zeigt, die in Lon-don erst 9 zeigt; und daß er also »5 Grad östlich von

London