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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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430
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statt des Fernrohrs eine Diopter haben , und eine Ein-theüung in Viertel Grade auf Elfenbein. Die gebrau-chen diese nur zu ihren Breitenbcstimmungen, indem sieihre Längenbestimmungen durch Schätzung des zurückge-legten Weges nach ihrem Schiffsjournal machen. Diebesser unterrichtete Seefahrer, und zu diesen gehören vor-züglich die Ostindienfahrer, bestimmen aber ihre Längeentweder mit Seeuhrcu oder mit Mondabständen, undzu beiden gebrauchen sie solche Sextanten, wie der aufTaf. VIII. abgebildete.

Die ganzen Kreise werden noch wenig gebraucht, weilsie nicht so leicht und so bequem sind wie die Sextanten,und weil sich auf der See ein Winkel ohnehin nicht wohlgenauer als auf 2» Sekunden messen läßt. Diese Ge-nauigkeit kann man mit einem guten iv zolligcn Sextan-ten leicht erreichen , wenn man eine Tabelle über dieFehler seiner Eintheilung hat. Ein Fehler von 2» Se-kunden in einer Monddistanz macht die Länge nur um,Grad unrichtig, lind der Schiffer ist immer zufrieden,wenn er seine Länge bis auf ^ Grad kennt, weil er vonder Spitze des Mastes immer weiter als ^ Grad sehenkann, ob Land oder Felsen in der See sind.

Vielleicht würben die Kreise mehr gebraucht, wennman an ihnen das kupferne Aermchen angebracht hätte,welches Meyer zum Parallelstellen der Spiegel vorge-schlagen , denn das Parallelmachen nach der jetzigen Mever-schen Methode ist eben so unbequem, als das Multipli-ciern mit Kreuzbeobachtungen nach der Bordaschen, weilman schnell hintereinander messen muß, da alle Winkel,die man auf der See mißt, wegen der Bewegung derErde und des Mondes sich beständig ffndcrn.