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Bei großen Drcieckmeffungen sind die Spiegelkreisesehr bequem, sobald die vorgeschriebene Genauigkeit inden Winkeln zwischen 5 und 10 Sekunden seyn soll. Sollaber die Genauigkeit noch großer seyn, etwa 1 oder 2Sekunden, wie bei Gradmessungcn, dann muß man diop-trische Wicderholungskreise gebrauchen, weil auf denSpiegel-Instrumenten die Fernröhre immer zu schwachsind, um entfernte Gegenstände mit der hiezu erfoderlichenScharfe sehen zu können. Von diesen werde ich im fol-genden Theile dieses Werks handeln, welcher sich mitden eigentlichen geographischen Messungen beschäftigt. —Ich werde da auch von den künstlichen Horizonten han-deln, welche man gebraucht, wenn große Höhenwinkelsehr genau sollen gemessen werden, wie z. B. Sonnen -oder Sternhöhen zur Bestimmung der Zeit oder der geo-graphischen Breite. Doch dieses gehört schon ins Ge-biet der Astronomie. Der Trigonometer hat nur danngroße Höhenwinkel zu messen, wenn er den beständigenFehler seiner Wasserwagc bestimmt. Er gießt dann aufeinen flachen schwarzen Teller so viel Wasser, daß derGegenstand sich darin spiegelt, und mißt mit dem Sex-tanten oder dem Kreise den Winkel zwischen dem Bildeim Wasser und dem in der Luft, indem er nach jenemdas Fernrohr richtet, und dieses in den Spiegel nimmt.Der halbe Winkel ist die Höhe des gemessenen Gegenstan-des über dem Horizonte, weil (nach Fig. 8 .) der Win-kel, den der ausfallende Strahl macht, eben so groß ist,als den der einfallende macht. — Nimmt man stattWasser Quecksilber, so gibt der Gegenstand ein deut-liches Bild.
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