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Die höhere Rechenkunst und ebene und sphärische Trigonometrie für die Oberlandmesser des Grossherzogthums Berg / herausgegeben von Dr.J.F. Benzenberg
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um die gegebene Fehlergrenze von -rsZDs zu erreichen,auf folgende Weise.

Nachdem die Gegend, in welcher die Standlinie sollteabgesteckt werden, nach mehreren Richtungen durchgangenwar, so wurde die für die beste gehalten, welche zwischenden Thürmen von Bcrgheim und Merheim lag. DieseOrte sind vier Stunden von einander entfernt. Von die-ser Standlinie konnten aber nur drei Stunden mit Be-quemlichkeit gemessen werden, weil sie gegen das Endedurch ein Wasser ging.

Zuerst wurde sie mit drei Signalstangen/ welche eineStunde von einander standen, aus folgende Weise imGroßen abgesteckt. Im Bergheimer Thurme war einTrigonometer mit einem achromatischen Fernrohre. Einzweiter war mit der 3c> Fuß langen Signalstange auf demFeld. Dieser hatte auch ein achromatisches Fernrohr,und beobachtete die Zeichen, welche ihm der Trigonome-ter im Thurme mit einer weißen Flagge geben ließ. So-bald die Signalstange die andere Thurmspitze deckte,wurde die Flagge eingezogen. Es ist schwer eine langeLinie völlig gerade abzustecken. Man kann es nur, wenndie Endpunkte gegeben sind , und man zwischen diese zweioder drei Signale auf die angeführte Weise aufstellt.Zwischen diese wurden dann nachher große Pikets von roFuß, und zwischen diese die kleine von 8 Fuß eingestellt,welche, so wie die Messung fortschritt, immer wiederausgezogen wurden. — Gute Fernrohre sind beim Ab-stecken einer Standlinie durchaus nothwendig, weil manmit bloßen Augen nicht scharf genug in die Ferne steht.Ich sah einmal, daß zwölf Feldmesser sich einen halb"'Tag vergeblich bemühten, um eine Signalstange in die

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