524
dieser Zeit wurde die Berechnung mit Logarithmen allge-mein, indem man irrig glaubte, daß hierin der Grundvon der großen Genauigkeit liege, die die HallcyscheTheorie in Vergleich mit Mariottes Schichttabelle gab,und diese wurde nun ganz vergessen.
Halley dachte auch an die Verdünnung der Luft durchdie Wärme, aber er meinte, daß man bei der Rechnunghierauf keine Rücksicht zu nehmen brauche, weil mit dergrößer« Wärme zugleich mehr Dünste in ihr aufstiegen.Man glaubte nemlich damals noch, daß die Dünste dieLuft schwerer machen, statt daß sie sie wirklich leichtermachen.
Nach Hallcy kam eine Periode von 70 Jahren, indenen nichts Bedeutendes für diese Lehre geschah, absehensich sehr berühmte Namen mit ihr beschäftigten. Manübersah den großen Einfluß, den die Warme undKälte auf die Dichtigkeit und auf die specifische Gewichtevon Lust und Quecksilber haben, und klagte immer ver-geblich, daß die Barometermeffungen mit den trigonome-trischen nicht übereinstimmen wollten.
Diese Ungewißheit veranlaßte Herrn de Luc in Genfdie Höhenmessungen mit dem Barometer aufs neue zuuntersuchen, und dieser thätige Naturforscher beschäftigtesich anhaltend hiemit zehn Jahre lang. Er fand, daßman sehr leicht übereinstimmende Barometer machenkönne, wenn man sie nur auskoche. Er zeigte den gro-ßen Einfluß der Wärme auf die Dichtigkeit von Luft und
Quecksilber, er bestimmte ihre Ausdehnung für jedenGrad Reaumür, und zugleich in ihren specifischen Ge-wichten. Er maaß nemlich auf dem Berge Saleve beiGenf i 5 Höhen geometrisch, welche von 200 bis 290a