144
I. Abtheilung. Zweiter Abschnitt.
OB = a =
± A = ±.
2 A 2
und die Ordinate:
BC = b =
1 B = —
2 2c
h —kJ —r.
weil ja auch bei der vorliegenden Steuerung die Gleichung für denSchieberweg die allgemeine Form
£ = A cos u) + B sin w
hat, und daher hier ebenfalls die Schieberwege durch Sehnen vonKreisen ausgedruckt werden, die wir Schieberkreise nannten.
Da in der Formel für die Abscisse der Werth von u nicht ent-halten ist, so habep alle Punkte der Centralcurve dieselbe Abscisse,und es folgt daraus, dass bei der vorliegenden Steuerung, wie beider von Gooch, die gesuchte Curve eine Gerade BC 4 ist(Holzst. Fig. 31 , S. 109), die senkrecht auf der Schub-richtung OX steht.
Praxis und Anwendung des Diagrammes.
ln der Praxis hat man von den vorstehenden Entwickelungennur die Gleichung für den Schieberweg zu kennen, um sogleicheine vorhandene Steuerung vorliegender Art untersuchen oder eineneue construiren zu können.
Die Gleichung lautet:
h u h + k
t = —r~ B cos u) H- ; — r sm ot.
k c k
Die einzelnen Grössen haben die früher gegebene Bedeutung;nur in Betreff des Werthes von u sei noch eine Bemerkung hinzu-gefügt. Die Coulisse kann nämlich hier so beschaffen sein, dassbeim äussersten Grade, also wenn die Schubstange ganz gehobenoder gesenkt ist, der Gleitbacken K entweder nicht ganz soweit vomtodten Punkte J entfernt ist, als der Angriffspunkt C der Excenter-stange , oder es kann dieser Ausschub grösser als CJ sein. Bei denvon Heusinger construirten Steuerungen findet der erstere Fallstatt. Wir bezeichnen, wie früher, die Entfernung des Gleitbackensvom todten Punkte beim äussersten Grade mit q, und werden nundas Weitere in Betreff dieser Steuerung sogleich an einem bestimm-ten Beispiele vorführen.