II.
Finaiizivefe 11.
I. Geldwesen.
Erste Abtheilung.
Münzen.
Erster Abschnitt.
Silbermünze.
27. Nach den Untersuchungen von Cavendish undHätschelt ist das Mischungsverhältniß, in welchem Silberund Kupfer die für Silbermünzen am meisten sich eignende undhärteste Masse gibt, ziemlich nahe wie 9:1. Wenn 9 Gewichts-mengen Silber mit 1 Gewichtsmenge Kupfer legirt werden, sosind in 10 Gewichtsmengen der legirten Masse 9 GewichtsmengenSilber, oder in 16 Gewichtsmengen (die für Silbermünzen undSilberarbeiten in Deutschland angenommene Mischungseinheit)der legirten Masse so viel Gewichtömengen Silber, als ausder Proportion folgt:
10 : 9 ^ 16 :^-^ 142 /,;
wonach die Masse, welche dem obigen Mischungsverhältniß ent-spricht, 14 2/, löthig ist. Aus solcher Masse werden in Frank-reich und einigen andern Ländern, namentlich auch in den deut-schen Zollvereinsstaaten (nach der am 30. Juli 1838 in Dresdenabgeschlossenen Münz-Convention) die groben Silbermünzen undderen Thcilstücke (Courant-Münze) geprägt.
28. Zum Behufe der Legirung ist eine Gewichtseinheiterforderlich, nach welcher dieselbe bewerkstelligt wird. In Frank-reich z. B. ist diese Einheit das Kilogramm (§. 7); inDeutschland die kölnische Mark — 8 Unzen — 16 Loth^ 64 Quentchen — 256 Pfenniggewichten 4352 Eßchen^ 65536 Richtpfenniggewichtchen. Die in den deutschen Münz-
MünzgewichtS-
Einheit.