Band 
Erster Theil.
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Einleitung.

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tungen zu studiren. Nachdem sie hingegen durchinnere Spaltung geschwächt war, Faul sie endlichunter das Joch, welches die Römer ver ganzen Weltauflegten. Hat sie aber der Gewalt der Waffensich unterwerfen müssen, so hat sie doch größten-teils die Oberherrschaft des Geistes vor den Au-gen der Nachwelt behauptet. Mag man immerhinVirgil und Cicero einem Homer und Demosthenesgleichstellen, Livius, Sallust und Tacitus einemHerodot, Thucydides und Tenophon vorziehen:zwey ungeheure Gebiete sind noch übrig, die schö-nen Künste und die strengen Wissenschaften, in de-nen die alten Griechen ausgemacht die Meister ge-blieben sind. Die stets thätige, stets neu anwach-sende Ehrsucht der Römer bewürkte auswärts dieAusbreitung ihrer Herrschaft: im Innern schärftedie ewige Eifersucht, welche seit der Vertreibung derKönige bis zum Sturz der Republik den Senatund die Volkstribunen trennte, die Geister, und er-zeugte eine Reihe von großen Rednern, und nach-her von großen Dichtern. Die Mahlerey, die Bild-hauerkunst und die Baukunst hatten zu Rom beyweitem nicht denselben glücklichen Fortgang. Indessenist das Werk des Vitruvius über die Baukunstnoch immer ein äußerst schätzbares Denkmal dermannigfaltigen Kenntnisse, die zu dieser Kunst ge-hören. Was aber die strengen Wissenschaften an-langt, welche Sammlung des Geistes, Ruhe undtiefes Nachdenken erfordern, so haben es die Rö-mer in diesen nie über die Mittelmäßigkeit gebracht.Diese Wissenschaften, welche zu hohen Ehrenstellen