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im Staate nicht führen konnten, machten die Be-schäftigung nur einer kleinen Zahl unbekannter Men-schen aus, welche entfernt von den Stürmen der öf-fentlichen Angelegenheiten lebten. Die römischenMathematiker waren gewisscrmaaßen nur Uebersehcroder Erklärer deS Archimedes, Apollonius u. s. w.Man bemerkt unter ihnen bloß einige gelehrte Astro-nomen, unter August und seinen ersten Nachfolgern.Späterhin kam alles in Abnahme.
Da nach dem Tode des Theodosins durch, dieTheilung des Reichs unter feine beyden Söhne,Honorins und Arcadius, dieser große Staatskörpersehr geschwächt war: siel der abendländische Theil,-er von den Barbaren lange Zeit verheert, zerstückeltund endlich völlig erobert war, in die tiefste Un-wissenheit; in dem morgenlänvischen Reiche aberwaren die Schulen nur mit elenden theologischenStreitigkeiten beschäftigt. Die strengen Wissenschaf-ten hatten sich beynahe gänzlich nach dem Museumzu Alexanderen geflüchtet. Aller Unterstützung undAufmunterung beraubt, mußten sie nothwendig aus-arten. Nichtsdestoweniger erhielten sie noch im-mer, wenigstens durch Ueberlieferung und Nach-ahmung, den alten und strengen Charakter, wel-chen die Griechen ihnen eingedrückt hatten.
Bald ward aber auch dieser Zufluchtsort ihnenentrissen. Gegen die Mitte des siebenten Jahr-hunderts der christlichen Zeitrechnung brachten dieAraber, unter Anführung der ersten Nachfolger Ma-homeds, Mord und Verwüstung über den ganzenOrient. Das Museum zu Alexandrien ward zer-