Band 
Erster Theil.
Seite
61
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Geschichte der Geometrie.

„nen vertheilt hätte, und daß er jedem einen glei-„chen Theil Landes im Quadrat gegeben härte, mit„dem Befehl, jährlich eine verhältnißmäßige Steuer„zu entrichten. Geschah es nun, daß von Jeman-des Antheil Lurch den Fluß etwas weggeführt„wurde, so begab er sich zum Könige, und zeigte„an, was vorgefallen war. Alsdann sandte, der„König Leute hin, welche untersuchen und ausmes-„scn mußten, um wie viel das Stück Land kleiner„geworden war, damit er nach Verhältniß nur von„dem übrig gebliebenen Stücke die auferlegte Steuer„entrichten durfte. Ich glaube, seht nun Herodok„hinzu, daß auf diese Weise die Geometrie erfunden„worden, und (nachher) nach Griechenland hinüber„gebracht ist." *)

Man sieht, es ist in dieser Stelle zweyerleyzu unterscheiden: die Nachricht von einer Gränzen-Berichtigung, welche durch Hülfe der Geometriegeschehen mußte, und die eigne Meynung Herodoksüber den Ursprung dieser Wissenschaft. Wenn Se-sosiris, wie einige Chronologisten annehmen, diesel-be Person mit dem Könige Sesak ist, von dem Rc-habcam, der Sohn Salomons, mit Krieg überzö-

*) Hsroäot. üib. II. roy. Herodot lebte Ol. 74 — 87 . Ei-ner ähnlichen Meynung mit Herovot ist Aristoteles IVlmaxü. üb. t.«»x. i. eäir/S^Ib. tN. Vtlt. x. Z.; und ProkluS in l LnoliU»üb. ll. c. 4. x. 18 ,g. Wer mehrere Meynungen und Fabel»der Alten über den Ursprung ver Geometrie lesen will, vergl.klaro in kbseiüo, 1 . III. ox. xzA. 274.; OioZ. ÜLSkl. ü»xrnoein. segrn. n. «c üb. Vill. segnn ir.; l-iinbüob. in vii»k) tü»x. vax. sy. Ltr,b. tzoo^raxü. üb. XVH- x. 242,