Band 
Erster Theil.
Seite
106
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ivS

I. Zeitraum. 2. Capitel.

, Er hatte zum Nachfolger den Marinus, denVerfasser einer Vorrede oder Einleitung zu den Da-tis des EuklideS, welche gewöhnlich vor diesem Wer-ke abgedruckt ist.

Vom Jstdorus von Milet, einem Schüler desProklus, haben wir freylich kein Werk mehr. Aberwir müssen ihn hier anführen, weil man ihn als ei-nen in der Geometrie und Mechanik sehr geschicktenMann schildert, und er, unter dem Kaiser Instinian,nnr Anrhcmius (^zo n. Ch. G.) zum Bau des Tempelsder heil. Sophia zu Constancinopel gebraucht wurde.Vom Anthemius haben wir noch ein sehr kostbaresFragment, worüber ich mich nachher, wenn von denBrennspicgeln des Archimedes die Rede seyn wird,weiter anslassen werde.

Man führt noch unter den alten Geometern denjünger» Hero an, der diesen Beynamen erhaltenhat, um ihn von dem Alexandrinischen Hero, dessenim Abschnitt von der Hydrostatik Erwähnung ge-schehen wird, zu unterscheiden. Seine Geodäsie,ein Werk, das sonst wenig wichtig ist, enthält dieMethode, den Flächen-Inhalt eines Dreyecks ver-mittelst der drey Seiten zu finden, aber ohne Be-wers. *) Man glaubt, daß dieser Satz die Erfin-dung eines ältern und tiefsinnigern Mathemati-kers ist.

Es ist von keinem Nutzen, diese historische

*) Man vergl. hierüber Hrn. Pros. Psielderer's ebene Trigo-nometrie (Tübingen, iMr.) §. 174-, wo auch die Stelle selbstaus e>ner Panier Handjchrift von Hero's Geodäsie abgedruckt «st.