Eeschlchte Ler Mechanik. 14 z
len, welche dieses ungeheure Gebäude kragen oderzieren sollten, in dem Steinbruche selbst hatte be-hauen lassen, und dieselben nun nach Ephesuö ge-schafft werden mußten: so sah er ein, daß wenn ersie auf einen gewöhnlichen Wagen legen ließ, ihrübermäßiges Gewicht die Räder in die Erde festeindrücken, und die Bewegung unmöglich machenwürde. Er nahm daher zu einem andern sehr ein-fachen Mitte! seine Zuflucht. Er ließ an den Mit-telpuncten der entgegengesetzten Basen einer Säulezwey starke eiserne Bolzen befestigen, welche in zweylange Stücke von Holz, die durch ein OueerstückMit einander verbunden waren, genau einpaßten.Alsdann wurde durch Ochsen, welche man vor dieseArt von Gestelle spannte, die Säule leicht fortge-rollt. Durch eine ähnliche Vorrichtung ebenen wirTerrassen, Gärren rc. Als ebenfalls Metagenes,Kteflphons Sohn, der den Bau des Tempels zuEphesns fortsetzte, die Steine, welche zu den Archi-traben des Tempels dienen sollten, nach Ephesns zuverführen hatte: so ließ er diese Steine zwischenzwey Rädern befestigen, welche zwölf Fuß rm Durch-messer hatten, und durch ihre Nahe gleichsam nureinen und denselben Cylinder ausmachten. *)
Ich könnte eine Menge anderer Beyspiele vonder Erfindungskraft der Alten in der praktischenMechanik anführen. Die Kriegskunst allein würdeMehrere derselben darbieten. Es ist bekannt, daß
) VMuv. Xicli. li'o. X. osx. ü. ?11u. H. X. tib, XXXVt.