Geschichte der Astronomie.
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gen von IYOZ Jahren an. Sie wurden zu Ba-bylon von Kallisthenes^ einem Schüler des Aristo-teles, gesammelt, und diesem auf Alexanders Be-fehl zugesandt. Man hat keine unmittelbare undzuverlässige Probe von der Genauigkeit, ja selbstvon der Wahrheit aller dieser Beobachtungen.Außerdem haben wir Schriftsteller aus den ZeitenAlexanders, deren Zeugniß der Erzählung des Sim--plicius ausdrücklich zu widersprechen scheint. Wiedem auch sey, so kann man doch schwerlich zweifeln,daß die alten Chaldäer in der Kenntniß der Bewe-gungen der Sonne und des Mondes beträchtlicheFortschritte gethan haben. Die ältesten Geschicht-schreiber, und besonders Geminus,*) dessen weiterunten mehr gedacht werden wird, versichern, daßsie so weit gekommen waren, um verschiedene sehr
Phönicier, Perser, Jndier rc. erzählt wird, beruht auf mehroder weniger unsicher» Nachrichten oder bloßen Sagen, diegleichwohl mehreren Gelehrten Gelegenheit gegeben haben, dar-auf sinnreiche Hypothese» über die großen wissenschaftlichen Fort-schritte jener Völker zu gründen. Von solchen übertriebenenVorstellungen ist man jetzt zurückgekommen; und kann mangleich manchen von jenen Völkern es nicht ganz absprechen, ei-nige einzelne Entdeckungen in der Astronomie und ihrer Aus-übung gemacht zu haben, und die Lehrer der Griechen gewesentu seyn- so findet man doch überall keine sichere Spur, daß sieihre Kenntnisse in ein wissenschaftliches System gebracht hätten.Der Vers. hätte daher, was er hier aus Montucla, Bailly undander» angef. Abhandlungen zusammengestellt hat, wohl etwaswehr in Kürze ziehen mögen. Die Abfertigung der Juden dürf-ten ihm wohl die meisten Leser erlassen haben.
Lomüius in kstsvü lirsuolox. xsg. 62.