Band 
Erster Theil.
Seite
196
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i-6 I. Zeitraum. Z. Capitel.

Denn die Chineser betrachten die Conjunctionen derPlaneten als eine glückliche Vorbedeutung für dieRegierungen ihrer Kayser, und machen sich kein Ge-wissen daraus, zuweilen einige zu ersinnen oder inAnsehung der Bedingungen wenig strenge zu seyn.Ein Beweis dafür ist das, was im Jahre 1725,dem zweyten der Regierung deS Kaysers Aong-Tching, geschah, wo die Approximation der Plane-ten, Merkur, Venus, Mars und Jupiter für eineConjunction angegeben, und als solche in dieStaatsbüchcr eingetragen wurde. Die Meynungdes Jesuiten Gaubil, eines Missionärs und ge-schickten Astronomen, ist, daß die angebliche Con-junctiv» unter dem Kayser Tchouene - Po keinen an-dern Grund hat, als einen unter der Dynastie deSHan, der im Jahr 207 vvr Christi Geburt zuregieren anfing, herausgegebenen Kalender, welchervon den verständigsten Chinesern als eine unterge-schobene Schrift angesehen wird, welche nicht ein-mal selbst in dem Texte die genannte Conjunctionenthält, sondern bloß in einer oben über dem Texteeingeschlichenen Glosse. Freret beweiset vollends,daß dieser Kalender das Werk eines ungeschicktenVerfälschers ist, der sogar nicht einmal zu rechnenverstand. (Mem. cle 1 'V.eaä. ckes Volles Vett.toni. XVIII. zr. atzy. )

Es scheint ausgemacht, daß die chinesischeAstronomie, der Wahrheit nach und auf eine zu-verlässige Weise, nicht früher als vom Jahre 722vor Christi Geburt, das ist, um fünf und zwanzigJahre später als die Aera Nabonassars, sich her-