Geschichte der Astronomie. r-7
schreibt. Indem Werke, das Tchu-Tseou über-schrieben ist, bemerkt Confucius, von dieser Epochean bis zum Jahr 430 vor der christlichen Zeit-rechnung, eine Folge von sechs und dreyßig Son-nenfinsternissen, von denen ein und dreyßig durchdie neuern Astronomen als richtig erwiesen sind.Von da an bereicherte sich die chinesische Astronomiebeständig mit neuen Beobachtungen, welche manals Früchte der Arbeitsamkeit und der Geduld,nicht als Früchte des Genie's anzusehen hat. DennMan hat alle Ursache zu urtheilen, daß die Chineserim astronomischen Calcul nie sehr geübt gewesensind, und daß sie zur Erweiterung oder Berichti-gung ihrer theoretischen Kenntnisse zu ausländischenAstronomen oft ihre Zuflucht genommen haben. Soz. B. gingen, zur Zeit der Khalifen, mehrere maho-metanische Astronomen nach China, und wurdenan der Spihe des Tribunals der Mathematik ange-stellt. Es waren oft selbst von unsern astronomi-schen Missionären einige dübey angestellt.
Ich darf es nicht verhehlen, daß man ausder Epoche, wo die chinesischen Beobachtungenanfangen zuverlässig zu werden, einen starken Ein»Wurf gegen das Alterthum dieser Nation in Hin-sicht der Wissenschaften hergenommen hat. Da die-se Epoche.später ist, als die des Nabonaffars, wel-che den Berechnungen der chaldäischen und griechi-schen Astronomie zur Grundlage dient: so hat manmit Wahrscheinlichkeit geschloffen, daß die baby-lonischen oder die griechischen Astronomen ihre Kennt-nisse nach China gebracht haben; weil man außer-