Geschichte der Astronomie. ' 20z
sich auf fünf Hauptstücke einschränkte: den Gebrauchdes GnomonS, die Länge des Jahres, das Fort-rücken der Nachtgleichen, die Eintheilung des Thier-kreises in sieben und zwanzig Consteliationcn, unddie Berechnung der Sonnen-und Mondfinsternisse.Alle diese Kenntnisse sind bey den Bramanen sehrunvollkommen, während die Europäer sie, so wiealle die andern Theile der Astronomie, zu einem sehrhohen Grade der Genauigkeit gebracht haben.
Astronomie der Phönicier.
.Es ist ohne Zweifel nicht erlaubt, die Phö-nicier, diese ersten Kaufleute der Welt, unter dieZahl der Astronomen aufzuführen. Man kann in-dessen nicht läugnen, daß sie hinreichende Kennt-uiffe, wenigstens praktische, von der Bewegung derGestirne gehabt haben, um auf den von ihnen un-ternommenen langwierigen Seereisen geleitet zu seyn.Als sie den Muth hatten, sich dem hohen Meereanzuvertrauen, fingen sie an, ihre jedesmaligen Rich-tungen nach gewissen nördlichen Gestirnen, die sienie aus den Augen verlohren, zu nehmen. Allmäh-lich und gar bald machten sie auf dem MittländischenMeere lange Reisen, stifteten an demselben Colo-nien, gingen durch die Straße von Gibraltar, grün-deten an den Küsten Spaniens Cadix, breiteten sichlängs den Küsten von Afrika aus; man behauptetsogar, daß sie um das Cap der guten Hoffnungherum schifften, und Niederlassungen an der östlichenKüste von Afrika zu errichten begannen, rc. Der ge-