Geschichte der Astronomie.
LlZ
Der Mond, wenn er uns gleich viel näher,und in seiner Bewegung weit schneller als die Sonneist, verursacht nichts destoweniger mehr Schwierig-keiten in Ansehung der Abmessung seines Umlaufs.Es war eine ungeheure Menge von Beobachtungenund Berechnungen erforderlich, nur die Dauer seinesUmlaufs in Beziehung auf den ersten Punct derEkliptik, auf die Sonne, auf die Fixsterne, aufdas Apogeum lind auf die Knoten der Mondsbahnzu bestimmen.
Man glaubte lange Zeit, daß der synodischeMonat nur aus 2y Tagen und einem halben be-stand. Um einen Bruch zu vermeiden, setzte manvoraus, daß die zwölf synodische« Monate, welcheim Sonnechahre enthalten sind, wechselsweise von2y und von Zo Tagen seyn würden. Die erstemwurden unvollständige (-coiAv-, cavi), die letz-ten, volle (ir-Ad-?. l>lerU) Monate genannt.Diese Bestimmung war sehr fehlerhaft, weil sie fürdie Dauer des MondcnjahreS nur 354 Tage oderzwölf synodische Monate gab, da die wahre Dauer' dieses Jahres dieselbe mit der Dauer des Sonnen-jahres seyn muß, das heißt, sehr beynahe z6zTage, 5 Stunden, 49 Minuten, 48 Secunden.
Als man die Ungenauigkeit dieser Vcrgleichnngerkannt hatte, suchte man verschiedene Mittel, siedurch Einschaltung einiger Tage oder einiger Mon-denmonake nach einer gewissen Zahl von Sonnen-urnläufcn zu verbessern. Dies alles war nur einSchcinmittel, und-die Irrungen kamen mit demVerlaufe der Zeit beständig wieder. Die Aegyplier,