Geschichte der Astronomie.
des. Es ist indessen schon viel, die Auflösung einesnoch jetzt so schweren und so verwickelten Problemszuerst angegriffen zu haben. Aristarch *) erwarbstch als geometrischer Astronom einen viel wahrernund dauerhafter» Ruhm durch die aus Beobachtun-gen gezogenen starken WahrscheinlichkeitSgründe, mitdenen er das System des Pythagoras von derBewegung der Erde um die Sonne unterstützte.Diese große Wahrheit reifte so allmählich in den siezu fassen fähigen Köpfen, bis sie endlich Starkegenug erlangt hatte, in voller Rüstung gegen alleWidersacher öffentlich hervorzutreten.
Die Nacheiferung der Philosophen, welche stchauf die Astronomie legten, war nicht die einzigeUrsache ihrer Fortschritte. Sie verdankte ste auchzum Theil der Erfindung einiger neuen Instrumente,Mit denen sie sich nach und nach bereicherte, undvermittelst welcher die Beobachtungen leichter, ge-nauer und zahlreicher wurden. Man führt von
*) Die Hauptstelle für die folgende Behauptung ist in ^rok!-woä. ^isriar. Nach Hrn. Schaubach« Erklärung derselbe»(Gesch. d. gr. Astron. S.469. ff.) wollte Aristarch nur, gegen die-jenigen Philosophen, welche die Gränzen der Welt zu nahe, undzwar die Sonnenbahn dafür annahmen, zeigen, daß unsre Weltum vieles größer sey, und daß sich die Sonne oder die Erde zurjährlichen Erdbahn oder Sonnenbahn verhalte, wie diese zumFirfiernhimmel. Es war ihm nicht darum zu thun, eine astrvno«Mische Entdeckung vorzutragen, sondern nur ein Verhältniß aus»zudrücken, und um dieses nicht allzugroß zu erhalten, nahm erdie Sonne in der Mitte an. An eine Behauptung der Copcrni-"Nischen Weltordnung durch. Gründe ist hier also nicht zu denken.