»4» I. Zeitraum, s. Capitel.
Mit Hülfe aller dieser Data bildete er nun Drey-ecke und Analogien, die ihm den Schluß ziehen ließen,daß die Entfernung der Sonne von der Erde deinHalbmesser der Erde zwölf bis drcyzehn hundertmalgenommen beynahe gleich wäre, oder daß die Hori-zontal-Parallaxe der Sonne ungefähr drey Minu-ten betrüge. Dieses Resultat weicht von der Wahr-heit sehr ab; man darf sich aber darüber nicht ver-wundern, wenn man bedenkt, daß Hipparch in sei-nen Berechnungen eine Menge Elemente gebrauchthat, welche zu seiner Zeit mit einer hinreichendenGenauigkeit nicht konnten bestimmt seyn. Auchsind in der That die Neuern, mit allen Kenntnissenihrer Vorgänger bereichert, und mit bessern Instru-menten bewaffnet, nur erst sehr spät dahin gekom-men, die Horizontal-Parallaxe der Sonne genau be-stimmen zu können. Es sind kaum über hundertJahre, daß ja Hire und die Cassini sie zu fünf-zehn Secunden ansetzten, da sie würklich nach denbessern jetzigen Beobachtungen nur ungefähr achtSecunden l>t; wodurch die Sonne in den Räumendes Himmels auf eine ungeheure Weite entferntwird.
Ein außerordentliches Phänomen, die beynaheplötzliche Verschwindung eines großen Sterns zuHipparchs Zeit, bewog diesen unermüdlichen Astro-nomen, ein Verzerchniß der Fixsterne zu verfassenund ihre Gestalten und gegenseitigen Lagen rc. zubemerken, um die Nachwelt zu der Beurtheilung inden Stand zu setzen, ob sie dauernde Körper sind,die an dem Gewölbe des Himmels unveränderlich