Geschichte der Astronomie. »47
Herbst - Monate in den Winter fielen, die Winter-Monate in den Frühling u. s. w. Wie CäsarDictator geworden war, zog er den AstronomenSosigenes von Athen nach Rom, um mit ihmvereinigt an der Verbesserung dieser Unordnung zuarbeiten. Um zuerst die Ordnung der Jahrszeitenwieder herzustellen, setzten sie fest, daß das Jahr?v8 von Roms Erbauung aus vierzehn Monatenbestehen sollte. Darauf nahmen fie zur Grundlagean, daß das gemeine Jahr aus güz Tagen 6Stunden bestehen sollte. Dieses nannte man nun, vonJulius Cäsar, das Julianische Jahr. Da aberdiese Dauer das alte ägyptische Jahr um sechsStunden übertraf, und da es für das bürgerlicheund polrusche leben unbequem gewesen seyn würde,das Jahr bald mit der einen Stunde des TageSbald mit einer andern anfangen zu lassen: so setzteMan fest, daß der Anfang eines jeden Jahres un-veränderlich in eine und dieselbe Stunde eines Ta-ges fallen sollte, daß das gemeine Jahr z6z Tagehätte, und daß man die sechs Stunden drey Jahrehindurch wegfallen ließ, nach -Verlauf welcher dreyJahre man alsdann einen Tag hinzufügte, so daßdas vierte Jahr aus g6ü Tagen bestand. Derhinzuosefügte oder eingeschaltete Tag wurde in denFebruar-Monat gesetzt. In dem gemeinen Jahrehieß der 24. Februar VI. ante Lslencias lVlartiss,der sechste Tag vor dem ersten des März. Cäsarverordnete, daß dieser Tag in jedem vierten Jahrjweymal gezählc werden sollte. Man hatte also indiesem Monat zwey Tage, von denen jeder der