»46 I. Zeitraum, z. Capitel.
Werk: 6vcUea tboorig moteororum seu rno-tuurn eoelostinm, hinterlassen hat, worin er vonder Sphäre, den Perioden der Planeten, ihrenEntfernungen und Größen, den Flnsterniffen rc.handelt. Er gesteht selbst, daß er diese Kenntnissevom Pythagoras, Erarosthenes, Hipparch und Po-stdvnius empfangen habe, sey es nun durch Ueberliefe-rung oder aus ihren Schriften. Sein Werk ist aberschätzbar als das älteste, welches über diese Gegen-stände auf unsre Zeiten gekommen.
Man kann beynahe dasselbe von den Elementender Astronomie des Geminus behaupten, welcher,nach einigen Anzeigen zu urtheilen, ein Zeitgenossedes KleomedeS war. Geminus redet sehr ausführ-lich von Beobachtungen der Chaldäer, und vonSonnen-und Mond-Perioden, die sie erdachthätten. Das System, welches er über die Ordnungund Bewegung der Planeren vorträgt, ist dasselbe,was hundert und fünfzig Jahre nachher von Ptvle-mäus entwickelt und erklärt ist.
' Alan wird es ohne Zweifel nicht erwarten, denJulius Cäsar unter den Astronomen zu finden. Wirdürfen lhm aber diesen Ruhm nicht entreißen, weiler würklich in der Astronomie sehr bewandert war,und weil er besonders um den römische» Kalendersich wichtige Verdienste erwarb. Numa Pompilius,Roms zweyter König, hatte diesen Kalender einge-führt. Einige Unrichtigkeiten in den Grundlagen,die überdem durch neue Irrthümer vermehrt waren,hatten in demselben nach und nach eine solche Ver-wirrung hervorgebracht, daß zu Cäsars Zeiten die