Band 
Erster Theil.
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249
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Geschichte der Astronomie. 249

in dem Gedichte des Aratus, noch in den Erzäh-lungen von den Arbeiten des Thales, Pythagoras,Hipparch rc. Sie nahm ihren ersten Ursprung ausder natürlichen Neigung der Menschen, insbesondreder Fürsten und Großen, das Wunderbare zu glau-ben, und alles, was ihrer Eitelkeit zu schmeichelnbezweckt, ohne Untersuchung anzunehmen. Hab-süchtige Charlatane, welche von einigen Geheim-nissen der Natur unterrichtet waren, benutzten dieseals ein Mittel, sich bey den Großen in Gunst zusetzen, und sich zu überreden, daß ihre und derStaaten Schicksale am Himmel verzeichnet wären.Sie wagten zweydeutige und mysteriöse Wahrsagun-gen, denen sie die Erfolge immer leicht anpassenkonnten. Der Irrthum verbreitete sich und schlugtiefe Wurzeln. Er hat länger als sechzehn Jahr-hunderte gedauert, und endlich unterlag er nur denwiederholten Streichen der Philosophie. Aber durchein trauriges Verhangniß, welches die Menschen zueiner ewigen Täuschung zu verdammen scheint, er-neuert sich die Charlaranerie ohne Aufhören unterneuen Gestalten, die mehr oder weniger grob sind,und man sieht sie zu allen Zeiten sich ohne Schamder Stellen und Belohnungen anmaßen, die denwahren Talenten, dein Genie und der Tugendgebühren.

Mcnelaus (I. 55. n. Ch. Geb.), von demschon als Geomecer geredet ist, zeichnete sich nochin der Astronomie aus durch vortreffliche Beobach-tungen und durch die Entdeckung der vornehmstenLehrsätze der sphärischen Trigonometrie, welche, um