Geschichte der Astronomie. 255
Werk des Ptolemaus vorhanden, seine Geogra-phie, in welcher, er nach Hipparchs Methode dieLage der Oertcr auf der Erde vermittelst ihrerBreite und Länge festsetzt. Hat hier Ptolemaus inder Lage der Städte und Länder, von denen erredet, mehrere Fehler begangen, so muß man nichtvergessen, daß die Geographie das Werk der Zeitist; daß damals, als Ptolemaus lebte, man nur,einen kleinen Theil des alten Comments etwas genauerkannte; und daß selbst heut zu Tage, wo die Astro-nomie ohne Vergleich viel weiter verbreitet ist, überdie Lage einer ungeheuren Zahl Ocrtcr in beydenHemisphären noch immer Ungewißheit herrscht. NochMuß ich hinzufügen, daß eben dieses Werk die er-sten Gründe der sinnreichen Theorie der Projektionenenthält, zum Behuf der Verfertigung geographi-scher Charten.
Man hat unter des Ptolemäus Namen nocheinige Bücher, worin die Astrologie vorgetragen underklärer wird. Allein kritische Untersuchungen habendewiesen, daß er nicht der Verfasser derselben ist.Ohne Zweifel haben einige Betrüger ihre verderb-lichen Träumercyen durch einen großen Namen zuUnterstützen gesucht. Gewiß ist es wenigstens, daßdie beyden Hauptwerke des Prolemäus, sein Alma-3est und seine Geographie, nicht die mindeste Spurvon jener betrügerischen Wissenschaft enthalten.
Ptolemaus hatte, wie Archunedes, den Ehr-3eiz, durch ein öffentliches Denkmal daö Andenkenseiner Arbeiten auf die Nachwelt zu bringen. Ineinem Fragment, das Bouillaud 1663 zum Druck