r. Zeitraum- 7. Capitel. Geschichte der Akustik. »gz
slärker, je nachdem der schallende Körper dichter undelastischer ist und heftiger bewegt wird.
Eine Reihe von Tönen, welche ungleich undohne Ordnung auf einander folgen,' bewirkt einbloßes, oft unangenehmes Geräusch. Finden aberzwischen den Tönen abgemessene Zwischenräume undVerhältnisse, die beständigen und regelmäßigen Ge-setzen unterworfen sind, statt: so entsteht daher eineUebereinstimmung (Harmonie) und eine AbänderUngderselben (Modulation), welche dem Ohre gefällt.Dies ist die Ouelle des Vergnügens, welches dieMusik aller, Völkern gewährt.
Vergleicht man gegenseitig zwey Töne, so istder eine hoch oder tief in Beziehung auf den andern.Dieser Unterschied rührt von der größern oder klei-neren Zahl der Schwingungen her, welche der schal-lende Körper in einer gegebenen Zeit macht. Mannehme z. B. zwey Violinsaiten, die gleich gespanntund von gleicher Dicke sind, von denen aber die einedoppelt so lang als die andre ist, und reiße sie ausihrer geradlinigcen Richtung, um sie in Schwin-gung zu setzen: so wird, während die einfache Saitezwey Schwingungen macht, die doppelte Saite nureine Schwingung machen. Der erste Ton heißt einhoher, der letztere ein tiefer Ton. Man nennt fer-ner von solchen zwey Tönen (wie sie eben bestimmtsind) den einen die Oktave zum andern; weil siedie äußersten der acht Töne des musikalischen Schlüs-sels bilden. Der beyden Saiten mehr oder wenigerstarke Spannung, die aber für beyde immer gleichseyn muß, bringt mehr oder weniger starke Töne