Band 
Erster Theil.
Seite
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14 . Zeitraum, ro. Tapitek.

gediehen, welche die Beobachtungen ihm erst gebe»»mußten. Man muß es etwas außerordentlich finden,daß ein Cardinal zu dieser Zeit, ohne daß Jemand dar-an ein Aergerniß nahm, eine Meynung behauptete,wegen der zweyhundert Jahre nachher Galiläi, der sichnoch dazu auf gründliche Beweise stützte, in die Ge-fängnisse der Inquisition geworfen ward.

Pur dach (geb. 1421, gest. 1461) und semSchüler Regiomo n ta n uS werden als die Wieder-herstellet oder größten Erweitere r der Astronomie imfünfzehnten Jahrhundert angesehen. Der erstere hatteunter Johannes de Gmunden die Astronomie studirk,und zur Vermehrung seiner Kenntnisse in derselbendurch den Umgang mit Gelehrten viele Jahre auf Rei-sen zugebracht. Nach Beendigung derselben lebte evzu Wien, wohin ihn die Wohlthaten Kayser FriedrichIII. zogen, und wo er der Nachfolger Johannes doGmunden in dessen Lehrstelle auf der Universität ward.Von dieserZeitan unternahm er einenützliche und noth-wendige Arbeit. Diese war eine gute Übersetzungvon des Ptolemaus Almagest. Denn alle bisherigenlateinischen wimmelten von Fehlern, welche durch dieUnwissenheit der Ueberfetzer in der Astronomie entstan-den waren. Er verstand weder griechisch noch arabisch;aber seine vollkommne Kenntniß der Sache diente ihm,diese schlechten Übersetzungen zu berichtigen, und we-nigstens dem Sinne nach das Werk des Ptolemäusächt wieder zu geben. Bald darauf schrieb er zumNutzen seiner Schüler verschiedene Werke, betreffendhie Arithmetik, die Geometrie, die Solstitialhöhevder Sonne, die Beschreibung und den Gebrauch trag-