Mathem. Miss. b. d. abendt. Christen. 357
eultivirt worden waren, hatten sich in Portugal,wie in Spanien, verbreitet, durch die Mauren undJuden, welche in großer Anzahl in diesen Landernwaren. Unter dem Könige Johann I., einem dergrößten Fürsten, die in Portugal regiert haben, griffeine kleine Flotte die an den Küsten der Varbareywohnenden Mauren an, (2.5412) während andreSchiffe beauftragt waren, längs der westlichen Kü-ste von Africa zu schiffen, und dort Ländcrentdeckun-gen zu machen. Diese ersten Versuche hakten einensehr glücklichen Erfolg, und waren das Vorspiel zuden durch sie vorbereiteten großen Entdeckungen.
Heinrich, Herzog von Viseo, vierter Sohndes Königs Johann I., hatte seinen Vater inder Unternehmung gegen die Barbarey begleitet,und sich dabey durch verschiedene Handlungen desMuthes ausgezeichnet.' Unterrichtet in allen Wissen-schaften seiner Zeit, und besonders in der Geo-graphie durch die Vortrüge der vorzüglichsten Lehr-meister und durch die Berichte der Reisenden, hatteer eine tiefe Kenntniß von der Gestalt der Erde sicherworben. Er begriff die Möglichkeit, und umfaß-te mit ganzer Seele den Plan, diese ersten Erobe-rungen viel weiter zu treiben. Er versammelte da-her viele und schon sehr erfahrne Seemänner, undtheilte ihnen seine Vorschläge mit, die mit Enthu-siasmus angenommen wurden. Man rüstete Flottenaus, und indem man weiter gegen Süden schiffte,entdeckte man nicht nur ungeheure und reiche Länderlängs der westlichen Küste von Africa, sondern in-dem man sich auch weiter von dieser Küste nach Wtz-