Von einigen Werken über die Analyst«. 271
nen andern Nutzen haben, als angehenden Geome-tern zur Uebung zu dienen.
Der Marquis de l'Hopitat hinterließ nach sei-nem Tode ein Werk in Manuskript über die allge-meine Theorie und die besondern Eigenschaften derKegelschnitte, wovon 1707 eine Ausgabe er-schien. Obgleich in diesem Werke durchaus nur diecarcesianische Analysis angewandt ist, so verdient eSdoch ausgezeichnet zu werben, theils wegen der Reich-haltigkeit des Inhaltes selbst, theils weil es zu eini-gen Aufgaben, wo die Jnfinitesimalanalysis noth-wendig war, den Weg eröffnet hat. Es ist zu derkleinen Zahl der classischen Bücher gerechnet worden.
Auf de l'Hopitals Werk folgte bald ein andresvon einer noch größer» Nützlichkeit, wenigstens inFrankreich: die ^nal^le ckmuontree des P. Rey-neau, deren erste Ausgabe von 1705 ist. DerVerfasserhat sich ein doppeltes Ziel vorgesteckt, erstlich mehrereMethoden der reinen Algebra zu beweisen und zuerläutern, und zweytens, in eben derselben Manierdie Anfangsgründe der Differential- und Integral-rechnung vorzutragen. Er verbreitet sich wenig überdie Differentialrechnung, als welche durch de l'Hopi-tals Werk hinreichend bekannt war; aber Hauptfach-sich bemüht er sich, die Anfangsgründe der Integral-rechnung aus einander zu setzen, die damals gleich-sam erst im Entstehen war. Er ist lange Zeit beyuns der einzige Führer der Anfänger beym Unter-richt in den neuen Rechnungen gewesen; und mannannte ihn den Euklid der hohen Geometrie. Alleinallmählich, unbeschadet der von dem Verfasser ve»