Band 
Zweyter Theil.
Seite
283
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Geschichte der Mechanik.

will, aus lauter gleichen Verhältnissen zusam-mengesetzt sind.

Es ist eine große Anzahl anderer Elementarwerkrüber die statische Mechanik erschienen. Meine Ab-sicht aber erlaubt nicht, eine nähere Jnhaltsanzeige ausdenselben zu geben; und ein bloßes .Titelverzeichnißwurde unnütz seyn. Ich führe bloß noch die Mecha-nik von Camus *) an, als ein wegen der Deutlichkeitund Strenge in den Beweisen sehr schätzbares Werk.Camus (geb. 1699, gest.: 76g) trägt, unter andernGegenständen, die ganze Theorie der bezahnten Rädermit vieler Genauigkeit und Methode vor. Er warkein sehr tiefsinniger Geomcter; aber er hatte einensehr richtigen Blick und war in der synthetischen Me-thode der Alten sehr geübt, die er mit Grund sehrhochschätzte. Er hat auf diesem Wege das Problem,eine Stange, die mit einem Gewichte in einem belie-bigen Puncte ihrer sänge beschwert ist, zwischen zweygeneigten Ebenen ins Gleichgewicht zu stellen, aufge-löst. Dies Problem ist freylich nach der analytischenMethode sehr leicht, aber es führt auf eine etwas weit-läufige Rechnung. Die synthetische Auflösung vonCamus verdient daher wegen ihrer Einfachheit undEleganz Aufmerksamkeit: ein Vortheil, den die Syn-these zuweilen über die Analyse hat, und den man beyGelegenheit nicht vernachlässigen muß.

Die Beschreibung der seit ungefähr einem Jahr-hundert erfundenen Maschinen würde, selbst wenn mansich auf die sinnreichsten oder nützlichsten einschränkte,

*) Hsmens äe IVIecsiügus stoÜHus. ?sr. 1751.