Gesch. d. Hydrvdyiiamik.
Ausgange bloß der Hälfte der Höhe des Wassers imGefäße entspricht; welches den Erfahrungen beyspringenden Wasserstrahlen zuwider ist. In der zwey-ten Ausgabe verbesserte er dieses Versehen;, allein seineallgemeine Theorie blieb nichts destoweniger schwan-kend, precär, und dem Grunde nach sogar falsch.Die Gesetze der Hydrostatik und die Erfahrung habenbewiesen, daß die Bildung und die Gestalt der New-tonischen Cataractc physisch unmöglich sind (Joli. L«r-iroulli opp>. 1'. IV. x. 484)-
Mehrere Schriftsteller, wie Varignon, Gugliel-mini rc., die dem Theorem von Torrieelli mehr Aus-dehnung gaben, als es verträgt, stellten über dieTheorie der Ausflüsse oder über die Bewegung der inCanälen fließenden Wasser nur hypothetische, unge-wisse und zuweilen der Erfahrung offenbar widerspre-chende Sähe auf. Dieser Fehler wird in Gugliel-mini's (geb. 1655, gest. 1710) Schrift von bei,Flüssen *) durch vortreffliche physische Bemerkungenüber den sauf der Gewässer wieder erseht. Wir wollennoch hinzusehen, daß die Schwierigkeit der Aufgabealle diese unnützen und fruchtlosen Versuche verzeihlichmachen muß. Ich rede hier nicht von der Schwierig-keit, die mit einer strengen Auflösung verknüpft ist.Eine solche Auflösung ist unmöglich. Denn da mannicht einmal die Bewegungen eines jeglichen endlichen
*) V-II» «stur» ä» kiumi, 16-7, deren zweyter Theil1712 erschien. Sie steht auch, zugleich mit seiner ander» hier-hergehöngen Schrift, >Is »guarurn tluonrtui.vi mensnra, in derreuov» n-csolr». Parma. I7öö. lom. l. u. ll.