Band 
Zweyter Theil.
Seite
346
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346 IV. Zeitraum, rz. Capitel, r. Abschnitt.

Ist es nicht sehr wahrscheinlich, daß sie nicht bloßdie Oberfläche der Erde betroffen, sondern daß siesich auch biö in das Innere Der Kugel fortgepflanzthaben? Wenn endlich die Beobachtungen es unum-gänglich fordern, so wird man allerdings zugestehenmüssen, daß die Meridiane der Erde weder gleichnoch ähnlich sind.

Diesen Beweisschlüffen setzt man andre entge-gen, welche, wenn sie auch nullt durchaus demon-strativ sind, doch wenigstens hinreichen, um zu po-sitive Behauptungen in bloße Zweifel zu verwan-deln. Ich mache mit den physischen Betrachtungenden Anfang.

Es ist erstlich gewiß, daß die Erde beynaheeine Kugel ist, oder daß man sie wenigstens alsein sehr abgeplattetes elliptisches Sphäroid betrach-ten kann. Man führt als Beweise an, die Pol-höhen , welche man unter verschiedenen Meridianenbey gleichen Breiten gleich findet; die auf dieseVoraussetzung gegründeten Regeln der Steuermanns-kunst, welche um so viel sicherer sind, als mit grö-ßerer Sorgfalt man sie beobachtet; die beständigeund gleichförmige Umdrehung der Erde um ihre Axe;die Regelmäßigkeit des Erdschattens in den Ver-finsterungen des Mondes, u. s. w. Man fügt nochhinzu, daß die Oberfläche der Erde in dem größtenTheile ihrer Ausdehnung flüssig und folglich gleich-artig ist; daß ferner die feste Materie, welche denÜbrigen Theil dieser Oberfläche ausmacht, an Schwerevon dem gemeinen Wasser beynahe überall wenigverschieden ist; und daß solchergestalt die Gestalt