Band 
Zweyter Theil.
Seite
347
JPEG-Download
 

Geschichte der praktischen Astronomie.

der Erde beynahe dieselbe seyn muß, als sie in derVoraussetzung einer gänzlichen ursprünglichen Flüs-sigkeit würde gewesen seyn. Die Ungleichheiten,welche man auf der Oberfläche, der Kugel bemerkt,die Tiefen der Meere, die Erhebungen der höchstenBerge, sind in Vergleich mit dem Halbmesser derErde sehr wenig beträchtlich, indem der größte Un-terschied kleiner ist als der zehnte Theil einer Linieauf einer Kugel von zwey Fußen im Durchmesser.Die größten Berge sind nur sehr kleine Massen inBeziehung auf die ganze Masse der Kugel. Manhat in Peru wirklich bemerkt, daß Berge, welchesich um mehr als eine jieue erheben, das Pendelnur um ungefähr sieben Secunden von seiner Di-rection abweichen machen. Nun müßte aber ein he-misphärisches Gebirge von einer Lieuc Höhe dasPendel um ungefähr eine Minute ig Secundenabweichen machen. Woraus also folgt, daß dieGebirge sehr wenig Materie in Verhältniß zu demübrigen Theil der Kugel haben, welche Folgerungauch durch andre Beobachtungen, welche uns indiesen Gebirgen ungeheure Höhlungen haben ent-decken lassen, unterstützt wird. Diese Ungleichhei-ten, welche uns so beträchtlich scheinen, und es inder That doch so wenig sind, sind durch die Zerstö-rungen hervorgebracht worden, welche die Erde er?litten hat, deren Wirkung aber, wie man schließenmuß, nicht viel über die Oberfläche und erstemSchichten hinaus sich erstreckt hat.

Eö läßt sich also aus der Physik kein Grundhernehmen, der die Unähnlrchkeit der Meridiane Lex