848 !V. Zeitraum, iz. Cavitel. i. Abschnitt.
Erde beweiset. Wir wollen nun sehen, ob dieBeobachtungen uns etwas mchreres zeigen.
Die Unregelmäßigkeit, welche aus sacaille'sMessung fließet, ist nicht sehr groß, und man kannsie, ohne ihr zu große Gewalt anzuthun, in derVoraussetzung ähnlicher Meridiane erklären. Manlegt mehr Gewicht auf die Messung in Italien.Aber um die Folgerungen, welche man daraus zie-hen will, gehörig zu schätzen, muß man bemerken,daß der Unterschied zwischen dem in Frankreich -ge-messenen Grade und dem unter gleicher Breite inItalien gemessenen Grade nur 70 Toisen, d. h. un-gefähr Zz Avisen für jeden der beyden Grade be-trägt. Ist nun dieser Unterschied groß genug, umihn nicht den Irrthümern der Beobachtungen, wiegenau man auch diese annimmt, zuschreiben zu kön-nen? Bloß zwey Secunden Irrthum in dex Mes-sung deS himmlischen Bogens geben Z2 Toisen Irr-thum in der sänge des irdischen Grades; und wiekann man verbürgen, daß die astronomischen undgeodätischen Operationen einen solchen Irrthum nichthaben stakt finden lassen? Es scheint also, daß zuder Zeit, als man nach den eben angezeigten Ele-menten Beweise führte, nichts nöthigte, die Meri-Liane der Erde als kein beständiges und regelmäßi-ges Gesetz befolgend zu betrachten. Um die Fragevollständig zu entscheiden, müßte man unter sehrverschiedenen Breiten mehrere Grade eines und des-selben MexidiquS, und unter sehr verschiedenen sän-gen mehrere gleichen Breiten zugehörige Meridian-grade messen. Die Regierungen und besonders die