Geschichte der praktischen Astronomie.
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von Frankreich haben eine große Zahl von Meri-diaugraden unter sehr ungleichen Breiten messenlassen. Man kennt die vortrefflichen Operationen,welche neuerlich in dieser Hinsicht ausgeführt sind.Es wäre jetzt noch zu wünschen, daß man eine sehrgroße Zahl irdischer Bogen unter sehr verschiedenenBreiten und Langen in Vergleichung brächte» Hierzukann man, mit wenig Mühe und Unkosten, durchRechnungen gelange», die sich auf die Länge deSSecundenpendels aü jeglichem Orte gründen. DieseBestimmungen haben den Vortheil, daß sie zu allenZeiten von Astronomen in allen Ländern wiederholtwerden können; anstatt daß die unmittelbaren Mes-sungen irdischer Grade große ZurüstungeN und un»geheure Unkosten erfordern, zu deren Verwendungdie Regierungen, welche allein dazu vermögend sind,nicht immer die Mittel oder den Willen haben.Man setze »och hinzu, daß es zuweilen sehr gefähr-lich ist, diese großen Operationen wieder vorzuneh-men, welche man nicht im Stande ist befriedigendzu vetisiciren. Denn wenn von zweyen Operatio-nen die letztere mit der erster» übereinstimmt, sokönnen Argwöhnische oder Boshafte sagen, daß mandie Resultate zutreffen gemacht hat. Sind sie aberverschieden, so veranlaßt man Streitigkeiten überden Vorzug, in welchen die Erkennung der Wahr-heit schwer seyn kann. Endlich sind nicht alle Län-der zu diesen Operationen geeignet: aber aüe sindes zu den Beobachtungen des Pendels.